Tinten

Tinten

Unter Tinten versteht man dem allgemeinen Sprachgebrauch nach alle diejenigen Flüssigkeiten, welche zum Schreiben dienen. In früheren Jahrhunderten war für schwarze Tinte allein Galläpfel- oder Gallustinte gebräuchlich. Später kamen die Chrom- und die sog. Alizarintinte hinzu, neuerdings auch noch die Theerfarbstofftinten. Aber auch noch jetzt müssen wir, sobald es sich um eine Tinte handelt, deren Haltbarkeit in der Schrift für lange Zeit gesichert sein muss, trotz der ihr anhaftenden Mängel auf die Galläpfeltinte zurückgreifen; sie allein verbürgt eine solche Haltbarkeit.


Auffrischung unleserlich gewordener Schriftzüge

Es tritt häufig der Fall ein, dass alte Schriftstücke durch den Einfluss von Luft und Feuchtigkeit so weit verbleichen, dass das Lesen der Schriftzüge fast zur Unmöglichkeit wird.


Tinten-Radierstifte

Für die Herstellung von Tinten-Radierstiften benötigte man Bimsteinpulver, Sandarakpulver, Dextrin und Traganth.


Tintenfleckstifte (Antifer)

Die unter diesem Namen in den Handel gebrachten Stifte bestehen aus reiner, geschmolzener Oxalsäure.


Amerikanische Tintenfleckstifte

Für die Herstellung von Amerikanischen Tintenfleckstiften wird kräftiges weisses Löschpapier in eine heisse, gesättigte Lösung von Citronensäure getaucht, dann fest zur Dicke eines Bleistifte


Tinten zum Schreiben auf Metall

Hierzu können selbstverständlich nur solche Flüssigkeiten dienen, welche in Folge chemischer Reaktion dunkle Farben in die Oberfläche des Metalles einätzen.


Stempelfarben

Auch bei den Stempelfarben unterscheidet man waschächte, zur Stempelung von Wäsche etc. und gewöhnliche, meist zur Stempelung von Papier. In früheren Zeiten, als man zur Stempelung allgemein Metallstempel verwandte, waren die Stempelfarben durchgängig äusserst feine Anreibungen von deckenden Farben mit Oel. Man benutzte hierzu für Schwarz, Lampenrusss; für Blau, Berliner oder Pariser Blau; (das schöne Ultramarin eignet sich nicht dazu, weil es durch die Säuren des Oeles missfarbig wird); für Roth, Zinnober; für Gelb, Chromgelb; für Grün, Mischungen aus Blau und Gelb.


Unauslöschliche Tinte zum Zeichnen der Wäsche

Fast noch schwieriger als die Herstellung tadelfreier Schreibtinte, ist die von sog. unauslöschlichen Tinten.


Stifte zum Schreiben auf Glas

Man schmilzt in einer Schaale 4 Th. Walrat, 3 Th. Talg und 2 Th. Wachs; mischt darunter 6 Th. Mennig und 1 Th. Aetzkali.


Tintenstifte

Unter diesem Namen kommen neuerdings Schreibstifte in Form der Bleifedern in den Handel, mit welchen man gleich diesen schreibt.


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