Lokomotive für eine Holzeisenbahn - Teil 3


Beim dritten Teil der Anleitung geht es um das Triebwerk.

3. Das Triebwerk.
Zu diesem gehören die Kolbenstangen, die Kreuzköpfe, die Pleuel- oder Triebstangen und die Kuppelstangen. Die Abmessungen der einzelnen Teile des Triebswerkes sind voneinander mehr oder weniger abhängig und beeinflussen auch, wie schon erwähnt, zum Teil die vorherschriebenen Glieder.

 



Abb. 3: Die Kolbenstangen. Abb. 4 und 5: Der Kreuzkopf. Abb. 6: Die Pleuelstangen. Abb. 7: Die Kuppelstangen

Die Kolbenstangen (Abb. 3) aus 3 mm starkem Eisendraht sind, um die Bewegungen des Kreuzkopfes außer durch die Kreuzkopfführungen auch durch die Kolbenstangen selbst mit zu leiten, 85 mm lang und durch die vorderen Zylinderdeckel geführt. Zur Befestigung der Kolbenstangen an die Kreuzköpfe ist das eine Ende zu einem Lappen ausgeschmiedet und mit einem Loch versehen.

Die Kreuzköpfe (Abb. 4 u. 5) sind aus 3/4 mm starkem Zinkblech folgendermaßen hergestellt: Ein Stück Zinkblech, 40x44 mm groß, wurde in der Hälfte der Breite um eine der schon fertiggestellten Kreuzkopfführungen behutsam scharfkantig umgebogen, ein auf die Stärke von 3 mm der Kreuzkopfführung abgerichtetes Laubsägeholzbrettchen bis an die Führung eingeschoben und nun auf einer Zinkblechseite die beiden Kreuzköpfe aufgerissen. An den in der Abb. mit a bezeichneten Stellen wurden Löcher von knapp der Stärke der hier als Nieten verwendeten Messingstifte gebohrt und beiderseits im Zinkblech mit einem größeren Bohrer etwas versenkt, sodann vernietet und die Kreuzkopfführung herausgezogen. Nachdem noch die Löcher (in der Abbildung mit b bezeichnet) für die Kreuzkopfschrauben - kleine Holzschraubchen - etwas enger als der Schraubendurchmesser, damit sich diese ihr Gewinde in das Zinkblech selbst einschneiden, gebohrt waren, wurden die Kreuzköpfe mit einer kräftigrn Laubsäge mit feiner Zahnung ausgesägt, sauber abgerichtet und dann der untere Teil des Holzfutters mit einem schwachen Stemmeisen ausgestoßen. Um einesteils besser aufreißen und andernteils bei dem Aussägen das Stück gut halten zu können, wurde das eingeschobene Laubsägeholzbrettchen größer gewählt als es für den wirklichen Zweck erdorderlich war. Ein auf der Außenseite noch aufgelöteter Zinkblechstreifen verlieh dem Kreuzkopf ein noch massigeres Aussehen.

Die Pleuel- odr Triebstangen (Abb.6), von Mitte zu Mitte Loch 54 mm lang, sind aus auf 3 1/2 mm verjüngtem Ahornlaubsägeholz und 1 1/2 mm starkem Messingblech, deren Zusammenschluß durch Plattstoß erfolgte, angefertigt. Der messingene Teil der Pleuelstange ist in den Kreuzkopf eingeführt; er war erforderlich, um die Stärke des Kreuzkopfes nicht unnatülich groß zu erhalten. Die Pleuelstange aber vollständig aus Messingblech oder aus noch schwächerem Holze, als verwendet, herzustellen, schloß die Gefahr in sich, daß beim geringsten Stoß an die Stange diese entweder verbogen oder zerbrochen würde.

 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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