Vogelkäfig


Dieser Vogelkäfig wurde aus Zwirnspulen und Holzstäben gebastelt. Die Zwirnspulen sind in dieser Form heute, soweit ich weiß, nicht mehr erhältlich. Aber vielleicht findest du ja eine Alternative dazu.

 

Zu einem Vogelkäfig aus Zwirnspulen und Stäbchen von 30 cm Länge, 21 cm Breite und 30 cm Höhe braucht man ein gut gehobeltes Brett von 30x21x1 cm, zwei Hartholzleisten von 21x3x0,5 cm, eine Hartholzleiste von 24x3x0,5 cm, ein Hartholzbrettchen von 24x18x0,5 cm, eine Leiste von 26x2,5x0,5 cm, vier Laubsägeholzleisten von 21x2,5x0,4 cm, vier Laubsägeholzleisten von 30x2,5x0,4 cm, acht Stück Laubsägeholzbrettchen von 21x4x0,4 cm, drei Rundholzstäbe von 1 cm Durchmesser und 24 cm Länge, vier Rundholzstäbe von 1 cm Durchmesser und 24 cm Länge, vier Rundholzstäbe von 23 cm Länge und 0,8 cm Durchmesser, hundert Rundholzstäbchen (sog. Holzdraht) von 30 cm Länge und 0,2 bis 0,3 cm Stärke, endlich zweiunddreißig Zwirnspulen von 2,5 cm Höhe und 2 cm Scheibendurchmesser.

Abbildung a

 

Das 1 cm starke Brett bildet die Grundfläche des Käfigs. Auf dessen Oberseite sind die drei 0,5 cm dicken Hartholzleisten nach Abb. a aufzuleimen und anzunageln. Sodann erhalten die Leisten in den vier Ecken auch durch das Grundbrett durchgehende Bohrlöcher von 0,8 cm Weite, in die je ein 23 cm langes Rundstäbchen von 0,8 cm Durchmesser mit einer Spule so ein- und aufzuleimen ist, dass das untere Kernstabende mit der Unterseite des Grundbrettes abschneidet.

Auf diese ersten vier Spulen sind die nach deren Scheiben abgerundeten und zur Überblattung zugerichteten Leisten von 0,4 cm Stärke, hierauf je vier Stück Spulen und abermals vier Leisten, endlich je drei Spulen und vier Leisten aufzusetzen und zusammenzuleimen. Die untersten Leisten der Breitseiten des Käfigs und alle übrigen, mit Ausnahme der ersten vorderen Langleiste, müssen vorher in regelmäßigen Abständen von etwa 1 cm Bohrlöcher für die dünnen Gitterstäbchen nach deren Stärke erhalten. Hierauf sind die 30 cm langen Gitterstäbchen an allen vier Seiten des Käfigs durch die Leistenöffnungen einzuziehen und an den beiden Breitseiten ganz unten für die Wasser- und Futternäpfe sowie an der Vorderseite für das Türchen auszusparen (Abb. b und c).

Abbildung b

Abbildung c


Das andere Brett von 0,5 cm Dicke wird als zweiter, ausziehbarer Käfigboden vorne mit einem Holzbord von der Länge und Höhe der untersten Öffnung der Langseiten und in dessen Mitte mit einem Zugknopf (Handgriff) aus Holz oder Messing versehen (Abb. d). Dieser zweite Boden dient zur Reinigung des Käfigs und ist mit reinem Sand zu bestreuen.

Abbildung d


Wasser- und Futternapf sind nach Abb.e als kleine Schublädchen anzufertigen, die mit ihren Vorderwänden die für sie bestimmten Öffnungen der Käfigbreitseiten abschließen.

Abbildung e


Das Dach ist aus den andern Laubsägeholzleisten und den drei Rundstäben von 1 cm Durchmesser nach Abb. b und c zusammenzustellen. Es soll über die Vorder- und Rückwand des Käfigs etwa 2 cm vorstehen und muss mit entsprechenden Bohrlöchern für die horizontalen und vertikalen Gitterstäbchen versehen werden. In die Giebelwandleisten sind zunächst die horizontalen Gitterstäbchen einzuziehen, einzuleimen und glatt abzuschneiden. Dann ist das Dach mit den Bohrlöchern der andern Leisten auf die senkrechten Gitterstäbchen aufzusetzen. Deren vorstehende Teile sind nach dem Zusammenpassen oben abzuschneiden.

Das Dach lässt sich auch ohne Giebel ganz flach anfertigen. Die Türe wird aus einem Stück Laubsägeholz mit oder ohne Verzierungen zugeschnitten oder aus einem Holzrahmen mit Gitterstäbchen hergestellt und mittels zweier Drahtösen an das die Türöffnung rechts begrenzende Gitterstäbchen angehängt. An der anderen Seite ist ein einfacher Drahtverschluss anzubringen.
Die fertige Arbeit ist vor dem Aufleimen des Daches außen und innen bis auf die Oberseite des herausziehbaren Bodens zu beizen oder besser mit einer Emailglasurfarbe zu streichen.

Abbildung f


Als Näpfe für Wasser und Futter verwendet man Deckel von Blechschachteln oder kleine Glasgefäße, die in die Schublädchen hineinpassen.
 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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