Eine Wetterfahne mit Äolsharfe


Eine Äolsharfe ist ein Zungen- oder Saiteninstrument, das auf dem Dache eines Gartenhäuschens befestigt und durch Luftströmung zum Tönen gebracht wird.

Zur Herstellung kauft man beim Altmetallhändler zwei Küchensiebe aus Blech (Siehe Abb.a) und entfernt von beiden die Drahtsiebe.

Für die dadurch frei werdende kleinere Öffnung der Siebmäntel schneidet man eine genau passende Hartholz-(Blech-)Scheibe mit einer Öffnung zum Einsetzen einer kleinen Mundharmonika, oder einen Rahmen aus, über den einige Metallsaitenstücke in verschiedener Spannung, tunlichst zu einem Akkord abgestimmt ,anzubringen sind.

Die fertige Scheibe (der Rahmen) wird in die kleinere Öffnung eines Siebmantels luftdicht eingesetzt; sodann werden beide Mäntel nach Abb. b zusammengelötet.

Diese Vorrichtung (Harfe) kommt auf den senkrecht aufgebogenen Arm eines in der Mitte durchlochten, flachen Eisenstabes, an dessen anderem Ende die schaufelförmige Windfahne aus Eisenblech anzubringen ist. Die beiden belasteten Arme dieses Stabes (von der durchlochten Stelle aus gerechnet) müssen im Gleichgewicht, die Harfe mit den vorderen Öffnungen der Mundharmonika nach auswärts gestellt sein.

Das Ganze kommt mit dem Loche des Trägers auf einen unten in Holz gefassten runden Eisenstab, an dem es leicht drehbar sein muss, und der auf einem oben angelöteten Stabkreuz die nach der Bussole ermittelten Hauptweltgegenden durch deren Anfangsbuchstaben anzeigt.

Durch den Wind wird die Wetterfahne stets in die Windrichtung, die Äolsharfe somit gegen den Wind gestellt, der durchstreichend die Zungen der Harmonika bzw. die Metallsaiten des Rahmens in Schwingungen versetzt und dadurch zum Tönen bringt. Wer mit Blecharbeiten vertraut ist, kann sich den Doppelschallbecher der Harfe auch aus den Mantelstücken größerer Konservenbüchsen oder aus größeren alten Trichtern selbst herstellen.
 



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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. Unter Umständen ist hier von Chemikalien die Rede, bei denen sich herausgestellt hat, dass sie giftig sind. Daher muss du dich auf jeden Fall erst kundig machen, was es mit den einzelnen Chemikalien auf sich hat und welche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, bevor du sie anwendest!
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