Wetterhäuschen

Wetterhäuschen, die eigentlich nur den Feuchtigkeitsgehalt der Luft anzeigen, dadurch aber auch Schlüsse auf das bevorstehende Wetter gestatten, lassen sich nach der Abbildung unten am raschesten aus Zigarrenkistchen von 26 : 12 : 8 cm anfertigen, aus denen die Häuschen nach den Ausmaßen der Abbildung herzustellen und entsprechend zu bemalen oder mit Sand-, Ziegel- und Schiefer-(Dachziegel-)papier zu überkleben sind.

Zwei Püppchen, Mann und Frau darstellend, und ein Miniaturthermometer, das bei Optikern oder in Sportartikelhandlungen erhältlich ist, müssen zur Vervollständigung der Einrichtung angekauft werden.

An einem Stück Darmsaite eines Streichinstruments (z. B. Violine A oder D) wird unten ein Laubsägeholzleiste wagrecht und Gleichgewicht haltend angebracht und an der Innenseite des abnehmbaren Hausdachs so aufgehängt, dass die Leiste sich knapp unterhalb des Mittelpfeilers der vorderen Hauswand, auf dem das Thermometer anzubringen ist, horizontal frei drehen kann. Dann bringt man das soweit ausgeführte Wetterhäuschen in eine mäßig warme Bratröhre des Küchenherds, um jene Seite der Leiste zu ermitteln, die sich bei trockener Atmosphäre nach außen dreht. Auf diese ist die Frau auf die andere der mit einem kleinen Regenschirm versehen Mann so anzuleimen, dass die Leiste ihrer wagrechte Lage beibehält.

Die atmosphärische Luft enthält normal 50 bis 60%  Feuchtigkeit, wobei die beiden Figürchen sich unter den Haustüren befinden sollen und Regen noch nicht zu erwarten ist. Wird die Luft noch trockener, dann tritt die Frau aus der Haustür und zeigt hierdurch schönes Wetter an. Regen aber ist zu erwarten, wenn die Feuchtigkeit der Luft zunimmt und das Männchen mit dem Regenschirm das Haus verlässt.

vor 4 Wochen

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